Weiterführende Organdiagnostik (20.–23. SSW)

Bei dieser detaillierten und umfassenden Untersuchung (auch Fehlbildungsultraschall oder Ultraschallfeindiagnostik) wird Ihr Kind sozusagen von Kopf bis Fuß untersucht. Es wird ausführlich vermessen, sämtliche Organe werden speziell und teils mit Farbe und 3D-Einstellungen angeschaut. Ebenso werden die Organfunktionen beurteilt und die Fruchtwassermenge überprüft, um mögliche Erkrankungen und Fehlbildungen des Kindes zu erkennen. Auch Besonderheiten der Gebärmutter, des Mutterkuchens oder der Nabelschnur können dargestellt werden.

Der Zeitpunkt zwischen der 20–23. SSW ist deshalb günstig, weil hier die verschiedenen Organe schon eine gute Größe für eine genaue Beurteilung haben, andererseits aber auch noch eine gute Übersicht gegeben ist. Bei weiter fortgeschrittener Schwangerschaft ist es deutlich schwieriger, Details darzustellen, da das Kind viel enger liegt und auch die Knochen das Bild stärker überlagern.

Diese Untersuchung stellt den sogenannten „Goldstandard“ in der Beurteilung des Feten dar und erlaubt es, bis zu 90% der Fehlbildungen pränatal zu erkennen. Ganz wichtig sind hier folgende Bemerkungen:
Der Erfolg jeder Ultraschalluntersuchung hängt neben Gerätequalität und Erfahrung des Untersuchers stark von den Bedingungen während der Untersuchung ab. Das heißt: die Kindslage, die Lage der Plazenta, die Fruchtwassermenge und die Dicke der mütterlichen Bauchdecke spielen eine entscheidende Rolle. Aber auch bei günstigen Bedingungen kann durch eine Ultraschalluntersuchung niemals eine Chromosomenstörung komplett ausgeschlossen werden. Ebenso können kleine Defekte wie z. B ein Loch in der Herzscheidewand oder eine Gaumenspalte manchmal nicht dargestellt werden. Letztlich ist es natürlich auch möglich, dass sich Veränderungen später in der Schwangerschaft noch zeigen, wie z. B. Verengungen an den Herzgefäßen oder die Vermehrung von Hirnwasser.

Alle Untersuchungen werden an High-End-Geräten durchgeführt, die technisch auf dem allerneuesten Stand sind.

Diese Untersuchung kann bei entsprechender Indikation mit Überweisung vom Facharzt erfolgen oder als Wunschleistung ohne Indikation.